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Vor allem die ganzheitliche Betreuung, Zuwendung und Pflege. Das Haus der Senioren vereint mehrere Vorteile, denn wir befinden uns zwischen Betreuung, Pflege und Schwerstpflege. Wir betreuen unsere Bewohner dabei sozusagen in einem fließenden, harmonischen Übergang unter einem Dach sowie aus einer Hand. Im Vordergrund steht dabei, ein Höchstmaß an individueller Lebensqualität zu schaffen. Ansprache und Zuwendung sind dabei absolut wichtig: Man muss die Menschen ernst nehmen mit ihren Problemen. Wir nehmen uns die Zeit, auch „nur mal“ da zu sein. Wir sind dabei sowohl klassisches Pflegeheim als auch Palliativ-Heim. Wir betreuen und versorgen vor allem alte Menschen, die in angenehmer, sicherer Atmosphäre leben möchten. Im Haus der Senioren wohnen aber auch schwer- und schwerstkranke Menschen mit unheilbaren Krankheiten.
Wir garantieren ein Höchstmaß an Qualität, die heutzutage im Betreuungs- und Pflegebereich keinesfalls selbstverständlich ist. Nach Meinung von Fachleuten wie den Kölner Beratungsspezialisten Terranus gibt es eine alarmierende Lücke zwischen dem Bedarf und dem tatsächlichen Bestand von Pflegeeinrichtungen, so schrieb jüngst der „Focus“. Das führt mancherorts dazu, dass die Qualität auf der Strecke bleibt. Bei uns ist das explizit nicht so: Wir bieten optimale Rahmenbedingungen wie zum Beispiel hoch qualifiziertes Personal, einen hohen Fachkräfteanteil, sehr humane Arbeitsbedingungen sowie umfassende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Es ist sehr wichtig, dass top ausgebildetes Personal wie speziell geschulte Krankenschwestern die Menschen betreuen. Ebenso wichtig wie angemessen ist eine demokratische, teamorientierte Zusammenarbeit – die althergebrachten, hierarchischen Strukturen von Krankenhäusern machen im ganzheitlichen Konzept des Hauses der Senioren wenig Sinn.
Zunächst mal eine eigene Erfahrung aus meiner Familie. Meine Tante und der Großvater meines Mannes sind nach einem langen Hin- und Her verstorben, weil keine Instanz sich zuständig fühlte – zunächst Kurzzeitpflege, dann Krankenhaus. Im Krankenhaus heißt es oft, der Patient sei austherapiert und er solle bitte nach Hause gehen. Letztendlich stirbt er dann oft alleine und wählt für sich selbst lieber den Weg des Sterbens, als noch länger hin- und hergeschoben zu werden.
Die menschliche Note: Bei uns stehen immer die Türen offen, Kommunikation, Mitbekommen was im Alltag vor sich geht, ist für die Menschen sehr wichtig und schafft Vertrauen und Wohlbefinden. Das ist gewissermaßen die Hausphilosophie, dass sich die Leute untereinander treffen können und genügend Bewegungsfreiheit haben. Es ist auch sehr wichtig, dass die Menschen den Tagesablauf miterleben – deshalb schließen wir keine Türen. So guckt vielleicht auch mal der eine oder andere Besucher in ein Zimmer. Das freut unsere Bewohner sehr.
Jeder der Hilfe nötig hat – Kassen- und Privatpatient, selbst Sozialhilfeempfänger. Das Haus der Senioren verfügt über insgesamt 30 Betten. Wir haben auch keine Einschränkungen hinsichtlich der Herkunft, Religion oder der Weltanschauung.
Das ist meist ein Vorurteil, das überdacht werden sollte. Es gibt schwerkranke Menschen, die leben ganz alleine zuhause und werden ambulant nur notdürftig versorgt, geschweige denn menschlich und psychisch angemessen. Bei uns bekommen die Bewohner neben kompetenter medizinischer Betreuung rund um die Uhr sehr viel persönliche Zuwendung, was die Lebensqualität erhöht und die Angehörigen entlastet.
Unter anderem, indem man versucht zu zeigen, dass kleine Schritte auch einen Erfolg darstellen. Bei Schwerstkranken verschieben sich die Bedürfnisse und Erwartungen – bereits kleine Erfolgserlebnisse wecken meist Freude und Zufriedenheit. Dies sollte man ernst nehmen und fördern. Für uns Gesunde sieht manches dennoch schlimm aus – dies relativiert sich jedoch im Einzelfall. Es kann für Schwerstkranke sehr viele schöne und gute Momente geben. Wir sollten den kranken Menschen nicht von unserer Seite aus sehen, sondern von seiner. Dann wird einem schnell klar, dass es ihm für seine Verhältnisse gut geht.
Ich versuche ihnen das Gefühl zu geben, dass sie das Beste bereits getan haben und nichts mehr Besseres tun können. Wenn die Angehörigen dann sehen, wie ihre lieben Menschen versorgt und betreut werden, macht sie das zufrieden. Wir sprechen ja auch viel über Ängste und Sorgen mit ihnen. Auch hier ist das aufrichtige präsent sein ganz wichtig. Außerdem gibt es zusätzlich psychologische und seelsorgerische Unterstützung, wenn dies gewünscht wird. Und auch bei der Trauerbewältigung bei verstorbenen Palliativ-Patienten sind wir da und reden offen miteinander. Oft spüren die Angehörigen, dass ihre Liebsten noch eine gute Zeit hier verbracht haben.
Wir merken dabei häufig, dass sich so auch die familiären Verhältnisse in dieser Hinsicht verbessern. Denn die Angehörigen sind nun entlastet und müssen nicht unter Stress ständig präsent sein, sondern können sich entspannt mit Hingabe ihren Lieben widmen.
Ich bin optimistisch und denke, dass es immer irgendwie weiter geht. Ich glaube, dass ich das auch den Menschen vermittle.